Abschlussfahrt nach Berlin

Die 10. Klassen auf Abschlussfahrt in Berlin

Reisen mit der Bahn ist immer wieder ein Erlebnis. Statt Sitzplatzreservierung hatten wir von Hannover bis Berlin aktives Stehen in den Gängen mit intensivem Kontakt zu den Mitreisenden. Die andere Gruppe hatte auch nicht mehr Glück. Sie saßen mehr als eine Stunde im Zug vor Hannover fest. Mit über eineinhalbstündiger Verspätung erreichten wir dann den größten Umsteigebahnhof Europas. Dann noch schnell in die S5 zum Bahnhof Zoo und schon konnten wir im Hotel einchecken. Aber an ausruhen war nicht zu denken, denn wir hatten ja noch einen Termin mit unserem Bundestagsabgeordneten Dennis Rohde (MdB, Oldenburg-Ammerland) im Bundestag. Also rein in die S-Bahn und ab zum Bundestag. Glücklicherweise war Herr Rohde so nett und hat uns zu späterer Stunde noch empfangen, über seine Arbeit als Abgeordneter berichtet und die zahlreichen Fragen der SchülerInnen beantwortet. Nach einem Vortrag im Plenarsaal und dem Besuch der Kuppel des Reichstages ging der erste Tag gegen 23:00 Uhr zu Ende. Wat’n Tag.

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Im Plenarsaal des Deutschen Bundestages
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S-Bahnfahrt Berlin bei Nacht
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Berlin per Bus und Schiff, seine zahlreichen Stadtteile und Sehenswürdigkeiten sowie die jüngere deutsche Geschichte standen ebenfalls auf dem Programm. Und natürlich ein Tete a Tete mit den größten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Von James Bond über Einstein, Madonna und Merkel bis 3RPO waren bei Madame Tussaud alle versammelt, die Rang und Namen haben.

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Spreefahrt Ein Abend mit Elyas M’barek

 

Auch in die Berliner Unterwelten sind wir abgetaucht. Im Rahmen einer der zahlreichen Touren des Vereins „Berliner Unterwelten“ haben wir die unterirdischen Schutzräume im Bereich des U-Bahnhofes „Gesundbrunnen“ kennengelernt.

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In den Berliner Unterwelten

 

In sehr beeindruckender Weise hat die ehemalige TV-Moderatorin Edda Schönherz von ihrem Schicksal im Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen berichtet. Nur weil sie sich in der deutschen Botschaft in Budapest über Ausreisemöglichkeiten informierte, geriet sie ins Fadenkreuz der Staatssicherheit, musste in Hohenschönhausen die menschenverachtende, psychologische Folter des DDR-Regimes ertragen und wurde letztlich zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Erst zwei Jahre nach ihrer Haftentlassung wurde sie von der Bundesrepublik freigekauft und durfte nach München ausreisen, wo sie dann 22 Jahre für den bayrischen Rundfunk tätig war. Heute informiert sie in der Gedenkstätte Hohenschönhausen in sehr authentischer und emotionaler Weise Jugendliche über die Machenschaften des DDR-Regimes und mahnt dazu mit offenen Augen und Ohren die Grundsätze der Demokratie zu schützen. Die Schilderungen ihrer Lebenserinnerungen haben bei den SchülerInnen einen tiefen Eindruck hinterlassen.

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Im ehemaligen Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen

 

Bildung und Sightseeing waren aber nur eine Seite der Abschlussfahrt. Der Spaß durfte natürlich nicht zu kurz kommen. Kam er natürlich auch nicht. Viele SchülerInnen nutzten ihre Freizeit, um Berlin, und vor allem seine Shoppingmöglichkeiten, auf eigene Faust zu erkunden. Am letzten Tag fuhren wir, nach einem Besuch bei Madame Romero (Pizza und Pasta mit Amore ;-)), ins Matrix am Warschauer Platz, wo viele noch einmal die letzten Kraftreserven auf der Tanzfläche mobilisierten. Erschöpft, aber zufrieden traten wir dann Freitag die Heimreise an. Diesmal fuhren die Züge pünktlich und alle konnten sich entspannt in ihren Sitzen erholen.