Musikalische Vielfalt begeistert Oldenburger Publikum

Musikalische Vielfalt begeistert Oldenburger Publikum

„Vielfalt ist unsere Stärke“ – treffender lässt sich sprachlich nicht auf den Punkt bringen, was die Programmgestaltung des Benefizkonzerts für Schulen in Nordsyrien am vergangenen Freitag überzeugend vermittelte. Unter der musikalischen Leitung von Kathrin Weimar (OBS Eversten) und Rita Meiners  (Musikschule der Stadt Oldenburg) präsentierten  Interpretinnen und Interpreten der vier am Konzert beteiligten Kooperationspartner*innen hochwertige musikalische Beiträge, die das Publikum begeisterten.

Schon vor der offiziellen Begrüßung durch die Schulleitungen Heike Helmerichs (OBS) und Holger Denckmann (Musikschule) hatten die jüngsten Teilnehmer*innen für eine positiv erwartungsvolle Stimmung gesorgt. Der Chor der „Kita-Kennedy-Kids“ der städtischen Kindertagesstätte Kennedystraße begrüßte die ca. 250 Gäste im Forum der OBS Eversten klangvoll in verschiedenen Sprachen und gewann mit dem souveränen Vortrag eines selbst komponierten Songs sofort die Sympathie des Publikums.

Den Auftakt zu den ausdrucksstarken Beiträgen der Schulen gestaltete ein Streichquartett der Musikschule unter der Leitung von Cornelia Renz mit dem Stück „Zupf di!“. Die jugendlichen Spielerinnen präsentierten souverän zeitgenössische Spieltechniken. Im Anschluss daran wurden die Gäste durch einfühlsam und musikalisch überzeugende Gesangsdarbietungen der Musical-AG der Oberschule Eversten berührt, gefolgt von dem Beitrag eines Saxofon-Quartetts aus Mitgliedern der Bigband der IGS Helene-Lange-Schule, das eine Auswahl aus deren Repertoire vorstellte.

 

Vor der Pause präsentierten Schülerinnen und Schüler der Arbeitsgemeinschaften „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ der OBS und der IGS in einer Fotodokumentation das Partnerschaftsprojekt mit Schulen in Kobanê und Girê Spî in Nordsyrien,  zugunsten dessen das Konzert veranstaltet wurde.  Ibrahim Murad, Vertreter der Demokratischen Föderation Nordsyrien in Deutschland, zeigte sich in seinem Grußwort beeindruckt von den Darbietungen und vom Engagement der Schulen für die Partnerschaft.  Eine Schule und Gesellschaft ohne Rassismus, das sei auch das Ziel der Menschen in Nordsyrien. Sein Wunsch sei es, dass zukünftig auch Schüler*innen der Partnerschulen an einem Konzert in Oldenburg teilnehmen könnten.

Damit wurden die Gäste in die Pause entlassen, in der sie vom Schulelternrat und Förderverein der Oberschule mit Unterstützung durch  Kuchenspenden zahlreicher Eltern und mit Hilfe von Schüler*innen freundlich bewirtet wurden.

 

Musikalische Professionalität kennzeichnete auch die Darbietungen im zweiten Teil des Programms.  Das junge Saxofonensemble der Musikschule „Nufoxas“, unter der Leitung von Dagmar Ludwig, überzeugte mit großer Spielfreude, Improvisation und hervorragendem Zusammenspiel. Wie Kooperation auch mit instrumenteller Besetzung musikalisch eindrucksvoll wirksam werden kann, präsentierte das Trio von Interpret*innen der Musikschule und des türkischen Musikkonservatoriums mit Bağlama, Percussion und Violine.  Und schließlich konnte sich das Publikum von der Vorstellung des generationsübergreifenden Sinfonischen Blasorchesters Oldenburg beeindrucken lassen, das mit großer Präzision eine Auswahl aus seinem Repertoire darbot.

 

Vielfalt in verschiedener Hinsicht – sowohl im musikalischem Sinn als auch im Zusammenkommen verschiedenster Akteur*innen – dies hat dem Konzert seine besondere Qualität verliehen – und das Alles zu einem solidarischen Zweck. Mit diesem Empfinden verließen wohl die meisten Besucher*innen am Freitagnachmittag die Oberschule, nachdem sie von der professionell vorgetragenen Moderation von  Ala Mjdli und Philippe Richwin (Schüler/in der OBS Eversten) verabschiedet und darum gebeten wurden, das Projekt „Schule ohne Rassismus“ und die Schulpartnerschaft mit Schulen in Nordsyrien auch weiterhin zu unterstützen.

Benefizkonzert für Kobanê am 23.11.2018

Einladung zum Benefizkonzert für Kobanê am 23.11.2018

Eine Kooperation der Oberschule Eversten und der IGS Helene-Lange-Schule mit der Musikschule der Stadt Oldenburg und dem Sinfonischen Blasorchester

Die Oberschule Eversten und die IGS Helene-Lange-Schule Oldenburg unterstützen seit mehreren Jahren den Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Schulen in Kobanê und Girê Spî in Nordsyrien. Mit zwei Schulen vor Ort wurden inzwischen Schulpartnerschaften gebildet, durch die ein direkter Austausch ermöglicht wird. So konnten die Gebäude der Schulen mit dem Erlös aus Spendenaktionen weitgehend restauriert werden. Die Innenausstattung, eine angemessene Versorgung mit Lehrmaterialien und vor allem die dringend notwendigen Hilfen zur psychischen Verarbeitung der Kriegserlebnisse durch die Schüler*innen und Lehrkräfte stellen alle Beteiligten jedoch weiterhin vor hohe Anforderungen.  Insbesondere mit Angeboten im musikalischen und künstlerischen Bereich zeigen die Lehrkräfte den Schüler*innen Möglichkeiten auf, Erlebtes auszudrücken und ein Empfinden von Gemeinschaft, Sicherheit und Freude neu zu entwickeln. Eine große Bedeutung hat dabei auch die Solidarität von außen. Vor diesem Hintergrund möchten wir die Schulen in Kobanê und Girê Spî dabei unterstützen, den Kindern eine neue Bildungs- und Lebensperspektive aufzuzeigen.

Zu diesem Zweck veranstalten wir am

Freitag, den 23.11.2018 von 16.00 – 18.30 Uhr

im Forum der OBS Eversten ein gemeinsames Benefizkonzert mit musikalischen Beiträgen aller Kooperationspartner*innen.

Es spielen:

– Chor der Kita-Kennedy-Kids (Kooperation mit der Musikschule der Stadt Oldenburg)

– Streichquartett der Musikschule der Stadt Oldenburg

– Schüler*innen der Musical-AG der OBS Eversten

– Schüler*innen der IGS Helene-Lange-Schule

– Nufoxas (Saxofonensemble) der Musikschule der Stadt Oldenburg

– Trio mit Mustafa Acar, Holger Denckmann und Izabela Wielgomasz (Musikschule der Stadt

  Oldenburg /Türkisches Musikkonservatorium)

– Sinfonisches Blasorchester Oldenburg e.V.

Einlass ist ab 15.30 Uhr mit Kaffee, Tee, Kuchen und Informationsständen.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.

Herzlich eingeladen sind Vertreter*innen der städtischen Gremien, Einrichtungen und Schulen ebenso wie Vereine und alle Interessierten.

Eine Platzreservierung ist unter verwaltung@obs-eversten.de möglich.

Zum Konzert erwarten wir auch den Vertreter der Selbstverwaltungsregion Nordsyrien in Deutschland, Herrn Ibrahim Murad, der die Schulpartnerschaften unterstützend begleitet und in engem Kontakt zu den Bildungseinrichtungen vor Ort steht.

Eine besondere Bedeutung erhält die Veranstaltung durch die aktuelle bedrohliche Entwicklung in der Region, denn seit dem 28.10.2018 werden die nordsyrischen Kantone Kobanê und Girê Spî erneut militärisch angegriffen.

Wir freuen uns über einen Besuch des Benefizkonzerts und/oder über eine Spende für das Schulprojekt auf eines der folgenden Konten.

Konten:

Schulen ohne Rassismus Oldenburg

DE20 2805 0100 0023 1286 63

Stichwort: Kobanê-Projekt

oder:

(mit Spendenbescheinigung, bitte Namen und Adresse angeben):

Stiftung Bildung und Solidarität

DE73 2805  0100 0001 6479 32

Stichwort: Kobanê-Projekt

#wirsindnichtneutral – für eine werteorientierte politische Bildungsarbeit

#wirsindnichtneutral – für eine werteorientierte politische Bildungsarbeit

Am 05.11.2018 hat die Gesamtkonferenz der Oberschule Eversten beschlossen, die folgende Erklärung „#wirsindnichtneutral“ des Netzwerkes Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage zu unterstützen.

Beim diesjährigen Bundestreffen des Netzwerks ‚Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage‘ in Berlin haben sich 150 Vertreter*innen aus den 95 Landes- und Regionalkoordinationen sowie aus Courage-Schulen unter dem Motto „Neuer Deutscher Extremismus. Exkludierende Identitätsdebatten und Politische Bildungsarbeit“ über aktuelle Herausforderungen in der Demokratieerziehung ausgetauscht. Thema waren dabei auch die jüngsten Versuche, politische Bildung und Demokratieerziehung zu diskreditieren und aus den Schulen zu verbannen, weil sie angeblich gegen das Neutralitätsgebot verstoßen. Dagegen wenden sich die Teilnehmer*innen und erklären zum Abschluss der Tagung gemeinsam:

„Wir verantworten schulische und außerschulische Maßnahmen der politischen Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Wir sind überparteilich, aber nicht wertneutral, denn unsere Haltung basiert auf Artikel 1 des Grundgesetzes: ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar.’ Sie ist gegründet auf den allgemeinen Menschenrechten und den Schulgesetzen der Bundesländer. Dem Beutelsbacher Konsens entsprechend setzen wir uns für eine humane Bildung und für eine diskriminierungsfreie Schulkultur ein, die sich aktiv gegen Rassismus, Antisemitismus und andere Ideologien der Ungleichwertigkeit wendet. Wir stehen gegen ein ‚anything goes’. Deshalb sagen wir: #wirsindnichtneutral.“

Wir freuen uns, wenn auch Sie den neuen Hashtag künftig nutzen.

Sanem Kleff, Leiterin der Bundekoordination und Vorsitzende des Trägervereins Aktion Courage e.V.
Eberhard Seidel, Geschäftsführer der Bundeskoordination

Streetbaskets4Life – Finalturnier 2018 Team der OBS Eversten siegt!

Streetbaskets4Life – Finalturnier 2018

Team der OBS Eversten siegt!

Bei bestem Wetter fand am Samstag, den 18.08.2018, die Finalrunde des sozialintegrativen Projekts „Streetbaskets4 Life“ statt. Dabei ging es darum, Flüchtlinge und Migranten über den Basketball zu integrieren.

Nach bereits drei Vorrunden an den Standorten Oldenburg, Bad Zwischenahn und Rastede wurde nun der endgültige Turniersieger auf dem Streetballfeld der EWE Baskets in Oldenburg ausgespielt.

Fünf Jungen der OBS Eversten hatten sich für diese Runde qualifiziert und waren voll motiviert am Start. Sechs Spiele absolvierten sie in der Vorrunde und gingen dann auf Platz 3 in die Endrunde.

Dort besiegten sie im ersten Spiel das Team der OBS Osternburg und standen dann im Finale gegen die Mannschaft aus Westerstede. Das spannende, zehnminütige Spiel endete 6:6. Die Regeln besagten in einer solchen Situation, dass bis zum nächsten erzielten Punkt weitegespielt wird. Nach nur etwa 30 weiteren Sekunden setzte Stanimir, genannt Miro, mit einer extremen Ruhe und Souveränität zum Dreierwurf an und versenkte den Ball im Korb. Mit lautem Jubel lagen sich die Jungs in den Armen und ernteten viel Applaus der Zuschauer.

Neben dem sportlichen Erfolg in diesem Turnier ging es auch um die Vermittlung von Werten und Gemeinschaft. Daher wurden beim Finalturnier am Samstag auch Preise für Fair-Play und Teamchemie vergeben. Diesen sogenannten Team Award konnten sich unsere Jungs ebenfalls sichern!

Khalid Khalaf bekam zudem den MIP Award (Most Improved Player), als Spieler mit dem meisten Lernzuwachs während dieses Projekts.

Den Siegerpokal überreichte ihnen am Ende Oberbürgermeister Krogmann, der sich sehr über den Sieg einer Oldenburger Schule freute.

Trainiert haben die fünf Spieler der OBSE seit April unter der Leitung von Heinz Meyer und Till Schnieders (TvdH), der die Jungs am Finaltag begleitete, unterstützte und motivierte. Vielen Dank dafür.

OBS Eversten und Helene-Lange Schule erhalten den Oldenburger Zukunftspreis 2018

OBS Eversten und Helene-Lange Schule erhalten den Oldenburger Zukunftspreis 2018

In einer feierlichen Veranstaltung wurde am Freitag, 18.05.2018 im PFL das gemeinsame Projekt der OBS Eversten und der Helene-Lange Schule „Jiyana nû – Neues Leben: Solidaritäts- und Schulpartnerschaftsprojekt mit Kobanê“mit dem von Werkstatt Zukunft ausgeschriebenen Oldenburger Zukunftspreis 2018 ausgezeichnet.

Die Jury der “Werkstatt Zukunft”, die mit dem Oldenburger Zukunftspreis vorbildliche Projekte von Schulen in Oldenburg und den Landkreisen Ammerland, Oldenburg und Wesermarsch auszeichnet, würdigt damit das Engagement der Schülerinnen und Schüler, die sich über mehrere Jahre mit der Situation in Rojava (Syrien) und dem Wiederaufbau von zwei Schulen beschäftigt haben. Allein durch die bisher drei durchgeführten Spendenläufe der beiden Schulen konnten bislang etwa 63 000 € an die syrischen Partnerschulen übergeben werden.

Im Rahmen der Veranstaltung erläuterten die Schülerinnen und Schüler der AG “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” beider Schulen ihre bisherigen Schritte und Aktionen ihres Engagements, von der ersten Kleiderspendenaktion für yezidische Flüchtlinge 2014 bis hin zur Vereinbarung einer Schulpartnerschaft 2017 (siehe auch: Schule ohne Rassmus , NWZonline und Werkstatt-Zukunft .

Christian Katz (ehem. Lehrkraft der HLS) würdigte die Arbeit der Schülerinnen und Schüler und hob hervor, dass diese Initiative wohl die einzige in Europa ist, in der sich Schülergruppen selbstständig engagieren, damit Schüler in einem anderen Teil der Welt zur Schule gehen können.

Die beiden Vertreter der Schulleitungen, Herr Denker (stellvertr. Schulleiter der OBS Eversten) und Frau Sczesny (didaktische Leiterin der HLS) bedankten sich bei allen Lehrkräften – insbesondere den beiden Leitern der AG “Schule ohne Rassismus” Birgit Zwikirsch (OBS Eversten) und Christian Katz (HLS)-, die dieses Projekt zu jeder Zeit voll unterstützt haben. Sie betonten, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur viel für die Schulen in Kobane, sondern auch innerhalb ihrer eigenen Schulen viel bewirkt haben.

Nachdem es im September 2017 aus bürokratischen Gründen nicht möglich war, dass Vertreter der syrischen Schulen nach Deutschland kommen durften, obwohl auch eine offizielle Einladung eines Bundestagsabgeordneten vorlag, reisen am Samstag, 19.05.2018 Herr Katz und Frau Zwikirsch mit einer Kollegin aus München nach Kobane und in die Region Royava. Sie werden dann das erste Mal persönlich mit den syrischen Lehrkräften zusammentreffen und sicherlich viele Eindrücke und Erfahrungen über die derzeitige Lage in Kobane mit nach Oldenburg bringen. Im Gepäck haben sie Grußworte der Schulleitungen, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und des Oldenburger Oberbürgermeisters Jürgen Krogmann.

Karneval der Tiere

Karneval der Tiere

Das inklusive Tanz- und Theater-Erlebnis zeigt die kulturelle Vielfalt der Menschen in Oldenburg.

Premiere am Samstag, 05. Mai 2018, um 18.00 Uhr, BBS Sporthalle Wechloy

Im Jahr 2018 jährt sich zum zehnten Mal das Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Ein guter Anlass, um mit einem besonderen Kulturerlebnis allen Menschen in und um Oldenburg den Wert einer inklusiven Gesellschaft zu präsentieren. Unter der Trägerschaft der Stiftung Gertrudenheim – Haus Oldenburg treffen sich 150 Beteiligte aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Sie alle, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, Senioren, Kinder, Studierende und SchülerInnen, setzten mit dem künstlerischen Leiter Alexander Hauer vom Kulturunternehmen OpusEinhundert den „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns musikalisch, tänzerisch und theatral um.

Mit dabei sind auch Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrganges der OBS Eversten, die in diesem Schuljahr im Rahmen ihres Projektunterrichtes für dieses Tanz- und Theatererlebnis geprobt haben.

 

Das Projektorchester aus Studierenden und Lehrkräften des Instituts für Musik und der künstlerischen Mitarbeiterin Christiane Abt spielt unter der musikalischen Leitung von Erich A. Radke ein Arrangement sämtlicher Sätze des Werkes. Gemeinsam mit den Agierenden auf der Bühne schaffen sie ein interkulturelles, inklusives und generationsübergreifendes Erlebnis, bei dem sich Menschen verschiedener Herkunft, Lebensumstände und Alters künstlerisch begegnen.

Mit:

Astrid-Lindgren-Schule, ChorGonzola Blauschimmel e.V., Gertrudenheim, KreAktiv e.V. Neu Donnerschwee, OBS Eversten, SeGOld e.V./ RolliGOld, Tanztheater Friesland e.V., Institut für Kunst und visuelle Kultur, Institut für Musik, Verein für Kinder e.V., Zentrum für Frauengeschichte, IGS Kreyenbrück, slap e.V.

Weitere Vorstellungen:

Sonntag, 06. Mai 2018, 11 Uhr und 18 Uhr

BBS Sporthalle Wechloy

Am Heidbrook 10

26129 Oldenburg                         

Eintrittskarte: 16 €, ermäßigte Karte: 9 € (SchülerInnen, Menschen mit Beeinträchtigungen, Inhaber des Oldenburg-Pass) 

Ein notwendiger Tropfen auf den heißen Stein in Kobanê

Ein notwendiger Tropfen auf den heißen Stein in Kobanê

Oldenburger Schulen übergeben 25.000 Euro für den Wiederaufbau der Schulen

Am 31.März haben die beiden Schulleiterinnen der Oberschule Eversten und der Helene-Lange-Schule sowie Vertreter*innen der Arbeitsgruppen „Schule ohne Rassismus“ den beim letzten Spendenlauf im September erlaufenen, beeindruckenden Betrag von 25 000 Euro an Herrn Dr. Masoud Hasan, Vertreter der Demokratischen Föderation Nordsyrien/Rojava in Deutschland, übergeben.

Ein erfreulicher Moment, sollte man meinen, angesichts der Tatsachen, dass an dem 3. Spendenlauf für den Wiederaufbau der Schulen in Kobanê/Nordsyrien durch die zusätzliche Beteiligung des 7. Jahrgangs der IGS Flötenteich inzwischen 1600 Schüler*innen teilgenommen hatten und dass alle mithilfe ihrer Eltern, Verwandten, Nachbarn und Freund*innen einen so großen Spendenbetrag zusammen getragen hatten. Doch ein wenig wirkte die Freude wie ein Tropfen auf den heißen Stein, denn weder die Situation in Kobanê noch die Umstände der Spendenübergabe entsprachen der ursprünglichen Vorstellung der Organisator*innen noch vor wenigen Wochen.

Während der Osterferien – so die Planung -sollte das Spendengeld im Rahmen einer überregional organisierten Delegationsreise nach Nordsyrien/Rojava von den betreuenden Lehrkräften des Oldenburger Schulprojekts direkt an die Bildungsverantwortlichen in Kobanê übergeben werden. Es sollten Besuche in den beiden Partnerschulen vor Ort sowie Gespräche über die Verwendung des aktuell gesammelten Geldes stattfinden. Über eine Internet-Übertragung sollten die Schüler*innen in Oldenburg sowie die Öffentlichkeit direkt an der Spendenübergabe teilhaben können.

Mitten in die Vorbereitungen der Reise fiel jedoch der schon seit längerem angedrohte und von den Menschen in Nordsyrien/Rojava befürchtete Angriff der türkischen Armee und der mit ihr verbündeten Milizen auf die Region Afrin, die ebenso wie Kobanê Teil der Selbstverwaltungsregion Nordsyrien/Rojava ist. Erklärtes Ziel der Invasion war und ist nach Aussagen des türkischen Präsidenten Erdogan die „Säuberung“ des gesamten, mehrheitlich kurdisch besiedelten Gebietes an der Grenze zur Türkei , in dem seit 2012 das Projekt einer demokratischen Selbstverwaltung auf der Basis von ethnischer und religiöser Vielfalt sowie von Geschlechtergerechtigkeit aufgebaut wird. Mehrere Hunderttausend Menschen wurden aus der Region Afrîn evakuiert, und auch Kobanê übernahm, bei allen noch immer selbst zu bewältigenden Aufgaben und bei allen Sorgen um die eigene Bedrohung, Verantwortung für die Versorgung der Geflüchteten in den eingerichteten Camps und in der Stadt.

An eine Delegationsreise von Lehrer*innen aus Deutschland war in dieser Situation nicht zu denken. So mussten die Geldübergabe und die Gespräche in Kobanê ausfallen, genauso wie schon der Besuch der Lehrer*innen aus Kobanê beim Spendenlauf in Oldenburg ausgefallen war, weil diese von der Deutschen Botschaft in Beirut kein Einreisevisum erhalten hatten.

Dennoch waren sich alle Beteiligten einig, dass das Spendengeld gerade in dieser aktuellen Situation möglichst bald übergeben werden sollte, um den Kindern und Jugendlichen vor Ort, trotz der zusätzlichen Belastungen durch die Nothilfe für die Geflüchteten aus Afrin, ihr Recht auf Bildung und Entwicklung gewähren zu können.   So sollte das Geld aus dem Spendenlauf die kontinuierliche Fortsetzung des Wiederaufbaus der Schulen in Kobanê unterstützen.

Spendenübergabe an der Helene-Lange Schule (Bild: HLS)
Spendenübergabe an der OBS Eversten

 

Nach einer entsprechenden Vereinbarung mit dem Vertreter der Föderation Nordsyrien, Herrn Dr. Masoud Hasan, wurden kurzfristig zwei Termine für die Übergabe der Spenden an der Oberschule Eversten und an der Helene-Lange-Schule vereinbart, an denen Schüler*innen und Lehrkräfte der Projektgruppen der beiden Schulen sowie die jeweiligen Schulleitungen, Frau Steffen und Frau Helmerichs teilnahmen. Herr Hasan berichtete ausführlich über die aktuelle Lage in Nordsyrien und beantwortete viele Fragen der interessierten Anwesenden. Im Namen der Schüler*innen und Lehrkräfte aus Kobanê bedankte er sich sehr herzlich für das kontinuierliche Engagement der Oldenburger Schulen, das für die Menschen vor Ort eine große moralische Unterstützung darstelle, und für den besonders großen Spendenbetrag.

Bereits wenige Tage später erhielten die Schulen zahlreiche aktuelle Fotos aus den jeweiligen Partnerschulen in Kobanê und Girê Spî, die das Bemühen verdeutlichen, den Kindern und Jugendlichen vor Ort auch unter schwierigen Bedingungen Bildung und Entwicklung zu ermöglichen. Ebenso wollen sich auch die Schulen in Oldenburg bemühen, die Unterstützung des Wiederaufbaus der Schulen in Nordsyrien fortzusetzen, und sie halten auch weiterhin an der Idee eines persönlichen Austauschs mit den Kolleg*innen der Partnerschulen fest, den sie so bald wie möglich realisieren möchten. Zur Fortsetzung der Spendensammlung findet im Herbst in Kooperation mit der Musikschule Oldenburg ein Benefizkonzert in der Oberschule Eversten statt.

Siehe auch: https://www.nwzonline.de/oldenburg/bildung/oldenburg-benefiz-sehr-dicker-tropfen-auf-den-heissen-stein_a_50,1,1679752815.html

 

Wir laden Sie herzlich zu unserem Informationsabend ein

Wir laden Sie herzlich zu unserem Informationsabend ein

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

nach den Sommerferien werden Ihre Kinder eine weiterführende Schule besuchen.

Viele von Ihnen fragen sich derzeit, auf welche Schule es dann gehen soll.

Daher laden wir Sie und Ihre Kinder am Donnerstag, 12. April 2018, um 17:00 Uhr und um 19:00 Uhr zu einem Informationsabend ein.

Dabei möchten wir Ihnen neben der Unterrichtsarbeit, der Schulorganisation und möglichen Schullaufbahnen Ihres Kindes auch unsere Konzepte (Jahrgang 5 / 6, Projektarbeit, Lern- und Sozialkompetenz) vorstellen.

Anschließend haben Sie die Möglichkeit, die Räumlichkeiten der Schule kennenzulernen und Gespräche mit der Schulleitung zu führen.

Sie können Ihre Kinder an der OBS Eversten anmelden am:

Montag, 7. Mai 2018 bis Mittwoch, 9. Mai 2018 jeweils von 8:00 Uhr  – 12:00 Uhr

und zusätzlich am Dienstag, 8. Mai 2018 von 15:00 Uhr  – 17:00 Uhr.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

OBSE Schüler nahmen an den Norddeutschen Meisterschaften im Ultimate Frisbee teil

OBSE Schüler nahmen an den Norddeutschen Meisterschaften im Ultimate Frisbee teil

Am 23.02.2018 machten sich morgens um 8:00 Uhr neun mutige und hoffnungsvolle Ultimate Frisbee-Spieler der Oberschule Eversten auf den Weg nach Hamburg, um an den 12. Norddeutschen Meisterschaften im Ultimate Frisbee am Gymnasium Christianeum in Hamburg-Othmarschen teilzunehmen. Im letzten Jahr starteten sie noch im Anfängerbereich, aber dieses Jahr geht es im Fortgeschrittenen Bereich um das Messen mit anderen Ultimate Spieler aus der Oberstufe (Klasse 12 und 13), die den Zehntklässlern auf den ersten Blick überlegen schienen. Dies war dann aber gar nicht so, sondern die ersten beiden Gruppenspiele gegen zwei Teams der Ohlbees spielten sie unentschieden. Das dritte Spiel verloren sie leider mit 5:8. Trotzdem belegten sie in ihrer Gruppe den 2. Platz und spielten somit im Halbfinale. Dieses Spiel fand gegen Elmshorn II statt. Leider unterlagen die Schüler der OBS Eversten mit 1:7. Am Ende belegten die Oberschüler trotzdem den verdienten 3. Platz. Abschließend wurde das Team der OBS Eversten als fairste Mannschaft geehrt. Eine der höchsten Auszeichnungen beim Ultimate Frisbee, denn bei diesem Sport ist der „Spirit of the game“ das Allerwichtigste, denn Ultimate wird bis auf Weltmeisterschaftsebene ohne Schiedsrichter gespielt, sondern die Spieler regeln alles selbst, indem sie fair spielen, jeder die Regeln kennt und alle den Spirit leben.

Dieser Preis wurde ihnen von den Elmshornern – den eigentlichen Gewinnern dieses Preises – übertragen, da diese der Meinung waren, dass das Team der OBSE den „Spirit of the Game“ am besten verkörpert hat. Am Ende des Tages traten die Schüler zufrieden und überglücklich wieder die Heimfahrt nach Oldenburg an.

Ein großer Dank geht an den Verein „Bildungschancen im Blick“, der diese Fahrt finanziell unterstützt hat.

 

Weihnachtsbasar für guten Zweck

Weihnachtsbasar für guten Zweck

Am Mittwoch, den 20.12.2017, lud die OBS Eversten zum Weihnachtsbasar ein. Die Tage zuvor hatten sich die Schüler mit verschiedenen kreativen Arbeiten rund um das Thema Weihnachten beschäftigt und diese dann zum Verkauf angeboten. Die Einnahmen des Basars sollen nun für einen guten Zweck gespendet werden.

 

Die Schüler der Klasse 9bR hatten die Idee, den Erlös an das „World Food Programme“ zu spenden um sich so aktiv gegen Hunger in der Welt einzusetzen. Dieses Projekt ist für die Klasse sehr bedeutsam, da sie sich gerade intensiv mit dem Thema „Hunger in der Welt“ im Fach Erdkunde auseinandersetzen.

Auf dem Weihnachtsbasar verkaufte die Klasse 9bR unter anderem selbstgebackene Waffeln und Schoko-Weihnachtsmänner. Die Schoko-Weihnachtsmänner konnten am Tag des Basars und an den Tagen zuvor von Schülern, Lehrern und Eltern für andere gekauft werden und wurden mit einem netten Gruß versehen von den Schülern der Klasse 9bR an die betreffenden Personen verteilt. Damit sorgte dieses Projekt am letzten Schultag neben dem Erlös für den guten Zweck auch für viele strahlende Schüler und Lehrer.

Da sich viele an diesem wohltätigen Projekt beteiligt haben, konnte viel Geld eingenommen werden, ganz nach dem Motto: „Wenn Hunger die Welt betrifft, betrifft es auch uns“

Insgesamt konnte die Schule einen Erlös von 140 (bisher nur 9bR) Euro einnehmen, den sie nun dem „World Food Programme“, der größten humanitären Organisation der Welt und wichtigste Institution der UN im Kampf gegen Hunger, zukommen lassen wollen. Sie unterstützen etwa 80 Millionen Menschen in über 80 Ländern mit Ernährungshilfen, Schulmahlzeiten, der Stärkung lokaler und regionaler Märkte und fairen Preisen und stärken so die lokalen Märkte.

So wird Hilfe zur Selbsthilfe geleistet um den knapp 815 Millionen Menschen auf der Erde zu helfen, die unter Hunger leiden. Das entspricht etwa jedem neunten Menschen, der hungrig ins Bett geht.

Geschrieben von Gary Schweigel und Sophie Amshoff

Kultusminister Tonne begrüßt „Schule ohne Rassismus“-Projekt

Kultusminister Tonne begrüßt „Schule ohne Rassismus“-Projekt

SoR-AG bei der Landestagung in Hannover   

Am 4. Dezember haben 6 Vertreter_innen unserer „Schule ohne Rassismus(SoR)- AG“ an der Niedersächsischen Landestagung in Hannover teilgenommen.

Nach einer Begrüßung der 300 anwesenden Schüler_innen und Lehrkräfte bestärkte uns zuerst der neue Kultusminister Herr Tonne in einer sehr ermutigenden Ansprache. Er bekräftigte, dass das Thema der Tagung „Rechtspopulismus bekämpfen – Demokratie und Menschenrechte in der Schule stärken“ und unsere Arbeit insgesamt wichtige aktuelle Aufgaben für die Schulen seien.

In den anschließenden 9 Workshops konnten sich alle Teilnehmer_innen der Tagung dann intensiver mit speziellen Bereichen der SoR-Arbeit auseinandersetzen und wir bekamen außer zahlreichen Informationen auch wichtige Anregungen für die konkrete Arbeit an der Schule. „Argumentieren gegen Parolen „, „Gemeinsam gegen Hate-speech“ und „Stop Fake-News“ sind nur einige der Themen, denen wir uns zuordneten konnten.

Im Workshop 8 stellten SoR-Gruppen aus verschiedenen Schulen ihre Projekte vor, um auch so Ideen auszutauschen. In Absprache mit der SoR- Gruppe von der Helene-Lange-Schule präsentierte unsere Gruppe im Vormittags-Workshop das gemeinsame Solidaritäts- und Schulpartnerschaftsprojekt mit Schulen in Kobanê, die HLS-Gruppe dann am Nachmittag. So konnten alle auch noch an einem anderen Workshop teilnehmen. Es gab mehrere interessierte Nachfragen zu unserem Projekt und wir bekamen sehr viel positive Rückmeldung.

Dass die „Schule ohne Rassismus“- Arbeit insgesamt wirklich geschätzt wird, konnten wir nicht zuletzt an dem Tagungsort und der Bewirtung erkennen: in den Tagungsräumen des Hotels Wienecke konnten wir uns den ganzen Tag über mit Getränken und Snacks versorgen, und das Mittagsbuffet mit verschiedenen Gängen schmeckte so gut, dass wir gerne noch ein bisschen länger Pause gehabt hätten…

Insgesamt hat uns die Fahrt zur Tagung sehr gut gefallen. Auf der Hin- und Rückfahrt mit dem Zug hatten wir außerdem viel Zeit, die aktuelle SoR-Gruppe der Helene-Lange-Schule kennen zu lernen. Wir wurden gleich für ein gemeinsames Treffen im Januar an der HLS eingeladen, um zu überlegen, was wir in diesem Jahr noch zusammen planen können. Wir freuen uns darauf, sie dann wiederzusehen.

Mit 25 000 Euro „Die Welt ein wenig besser machen“

Mit 25 000 Euro „Die Welt ein wenig besser machen“

Jetzt erst recht – so kann wohl die Haltung am besten beschrieben werden, mit der sich am 5. September ca. 1600 Schülerinnen und Schüler der Oberschule Eversten, der IGS Helene Lange Schule und des 7. Jahrgangs der IGS Flötenteich auf den Weg zum 3. Spendenlauf für den Wiederaufbau der Schulen im nordsyrischen Kobanê im Eversten Holz machten. Nun wurden die Spenden eingesammelt und gezählt. Und das Ergebnis bestätigt die Haltung: 25 000 Euro Spenden konnten die Läuferinnen und Läufer in diesem Jahr zusammentragen. Ein Betrag, der sich sehen lassen kann, und der nach wie vor dringend gebraucht wird. Über die Verwendung der diesjährigen Spenden aus dem Projekt wollten Lehrkräfte aus Nordsyrien, die als Gäste nach Oldenburg eingeladen waren, persönlich berichten. Doch dazu kam es nicht. Was war geschehen und wie wird das Projekt nun fortgesetzt

Erfolgreiche Solidarität seit 3 Jahren

„Ihr zeigt, dass wir nicht ohnmächtig sind, um die Welt ein wenig besser zu machen.“ Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeisterin Christine Wolff am 3. September zusammen mit den Schulleitungen der IGS Helene-Lange-Schule und der OBS Eversten den diesjährigen Spendenlauf der beiden Schulen für den Wiederaufbau der Schulen in Kobanê/Nordsyrien. Seit drei Jahren arbeiten die Schulen in dem inzwischen über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Solidaritäts- und Schulpartnerschaftsprojekt mit Schulen in Kobanê. Neben zwei erfolgreichen Spendensammlungen haben sie im letzten Jahr Schulpartnerschaften mit zwei Schulen in Nordsyrien abgeschlossen.

Und auch in diesem Jahr hat sich das Projekt weiter verbreitert: der 3. Spendenlauf für den Wiederaufbau der Schulen in Kobanê am 5.9.2017 im Eversten Holz wurde diesmal gemeinsam von der Bürgermeisterin Frau Wolff, als Vertreterin der Stadt Oldenburg, und den beiden Schulleitungen der OBS Eversten und der IGS Helene-Lange-Schule eröffnet. Darüber hinaus waren mit dem 7. Jahrgang der IGS Flötenteich diesmal auch 180 zusätzliche Läufer_innen (insgesamt dann ca. 1600) sowie deren Lehrkräfte und Sponsoren beteiligt. Musikalische Darbietungen der Bläserklassen der beiden Gesamtschulen, eindrucksvolle Ansprachen und ein Stand mit gespendeten Leckereien als Rahmenprogramm verliehen dem Spendenlauf den Charakter eines großen gemeinsamen Schulfests. Und die Fröhlichkeit sowie das Engagement der vielen Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und Besucherinnen ließen den im Grunde ernsthaften Anlass und Inhalt des Projekts für den Moment etwas in den Hintergrund treten.

Seit dem Beginn des Solidaritätsprojekts mit den Schulen in Kobanê Ende 2014 hat seine Zielsetzung weder an Bedeutung noch an Aktualität verloren, im Gegenteil: Der Krieg in Syrien dauert an, und die Region Nordsyrien/Rojava, zu der Kobanê gehört, wird nach wie vor durch Grenzschließungen und -kontrollen in ihrem Aufbau behindert und durch militärische Angriffe bedroht. Gleichzeitig hat die Föderation Nordsyrien viele geflüchtete Menschen aus aktuell umkämpften Gebieten aufgenommen, was die Aufgabe des Wiederaufbaus der Schulen und einer flächendeckenden schulischen Versorgung zusätzlich erschwert. Angesichts der Tatsache, dass weltweit 75 Millionen Kinder aufgrund von Kriegs- und Krisensituationen keine Schule besuchen können (vgl. Globale Bildungskampagne), ist das Projekt der Oldenburger Schulen ein kleiner, aber wichtiger Beitrag zur Realisierung des Rechts auf Bildung für die vom Krieg betroffenen Kinder in der Region. Der Wiederaufbau der Schulen hilft den Kindern bei der Bewältigung des Lebensalltags und er vermindert die Gründe der Flucht, weil er den Familien vor Ort eine Zukunftsperspektive für ihre Kinder bietet. Mehrfach haben Verantwortliche aus Kobanê betont, dass das Oldenburger Schulprojekt vor Ort sehr geschätzt wird, und dass der Bedarf an Unterstützung noch groß ist, um allen Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen und sie mit Materialien auszustatten. Mit 25000 € in diesem Jahr, und somit inzwischen 63000 € insgesamt leisten die Oldenburger Schulen einen wichtigen Beitrag.

„Schule ohne Rassismus“ ein Beitrag zur Inklusion

„Und nicht nur das, ihr sorgt auch bei uns dafür, dass Rassismus und Ausländerfeindlichkeit keinen Platz finden.“ In diesem Sinne dankte die Bürgermeisterin den Schulen auch für den Beitrag, den das Kobanê-Schulprojekt für die Stadt Oldenburg leistet. Auch den Menschen, die vor Krieg und Verfolgung geflüchtet sind, müsse sich Oldenburg als weltoffene und tolerante Stadt zeigen und sie willkommen heißen. Auf diese Bedeutung des Projekts haben auch die Schulen in ihren Veröffentlichungen bereits hingewiesen. Vor allem im letzten Jahr sind viele Schülerinnen und Schüler aus Nordsyrien und dem Nordirak als Geflüchtete an die Oldenburger Schulen gekommen, und viele Familien, die schon lange hier leben, haben verwandtschaftliche Beziehungen in die Region. Gerade in Oldenburg ist der Gedanke der inklusiven Schule besonders verankert, und das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zu einem breiteren Verständnis davon: Viele Schüler_innen und ihre Familien sind oder waren in ihren Herkunftsländern von rassistischer Verfolgung und Angriffen persönlich betroffen. Das prägt ihr Denken, ihr Handeln und ihre Persönlichkeit. Mit dem Engagement für den Wiederaufbau in Kobanê wird dies wahrgenommen, thematisiert und exemplarisch wird eine Möglichkeit zum gemeinsamen praktischen Handeln mit den neuen Schülerinnen und Schülern angeboten. Denn Kobanê gilt als Symbol für die Verteidigung gegen die Angriffe des sog. Islamischen Staats und für ein friedliches, gleichberechtigtes Zusammenleben der verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Geschlechter. Und so steht auch das Kobanê-Projekt der OBSE und der HLS im Rahmen des bundesweiten Netzwerks „Schule ohne Rassismus“, dem sich die beiden Schulen angeschlossen haben.

Mit Schulpartnerschaften Austausch ermöglichen

„Lasst euch nicht beirren und stellt euch weiterhin an die Seite von Menschen, die Unterstützung brauchen.“ Die ermutigende Aufforderung Frau Wolffs am Ende ihrer Eröffnungsrede lenkte auch den großen Wermutstropfen beim diesjährigen Spendenlauf in die richtige Richtung. Im letzten Jahr haben die HLS und die OBSE offizielle Schulpartnerschaften mit zwei Schulen im nordsyrischen Kanton Kobanê abgeschlossen. Erstmals sollte nun ab Ende August eine Gruppe von Lehrkräften die Partnerschulen in Oldenburg besuchen, um die zukünftigen Themen und Formen des Austauschs zwischen Lehrkräften und Schüler_innen beider Orte persönlich zu besprechen. Hospitationen und Gespräche an den Schulen und die Teilnahme am Spendenlauf sollten Teil eines vielfältigen Besuchsprogramms werden. Neben einem Empfang im Bundestag und im Oldenburger Rathaus waren darin auch Stadtführungen und Ausflüge sowie Einladungen der Bildungsgewerkschaft GEW und öffentliche Veranstaltungen zur Bildungssituation in Nordsyrien in mehreren Städten vorgesehen. Unter dem Titel „Zukunft der Bildung in Nordsyrien/Rojava – mit Gästen der Partnerschulen aus Kobanê und Oldenburg“ luden die Schulen für den 29.08. um 18.30 Uhr in den Vortragssaal des PFL zu einer öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung ein. Aber zu all dem kam es nicht, und fast alle Veranstaltungen des Programms mussten abgesagt werden. Die Lehrkräfte aus Nordsyrien, die länger als zwei Wochen in Beirut auf ihre Visa gewartet hatten, bekamen von der zuständigen Deutschen Botschaft keine Einreiseerlaubnis. Nach wie vor sind die Gründe für die Ablehnung der Visaanträge für die Oldenburger Schulen nicht nachvollziehbar. Schon seit mehreren Wochen hatten der Botschaft die Einladung von Herrn Meiwald (MdB) und das Besuchsprogramm vorgelegen, und auch die Gäste hatten alle erforderlichen Unterlagen vorgelegt. Es war bekannt, und Herr Meiwald wies nach Ablehnung der Visa nochmals darauf hin, dass das Schulpartnerschaftsprojekt unter anderem durch das Niedersächsische Kultusministerium gefördert wird. Dennoch wurden die Visa nicht ausgestellt, die geladenen Gäste mussten wieder nach Kobanê zurückreisen.

Die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Oldenburger Schulen waren und sind fassungslos und traurig, insbesondere die Gruppen „Schule ohne Rassismus“, die das Partnerschaftsprojekt vor fast drei Jahren initiiert und seitdem immer breitere Unterstützung innerhalb und außerhalb der Schulen erfahren haben. Sie sind jedoch entschlossen, das Projekt fortsetzen und werden ihre Bemühungen nicht aufgeben, in naher Zukunft eine persönliche Begegnung mit den Vertreter_innen aus Kobanê zu erreichen. Die OBSE und die HLS bedanken sich herzlich für die bisherige breite Unterstützung in der Stadt Oldenburg und darüber hinaus.

Auch der hohe Spendenbetrag in diesem Jahr und die Unterstützung aus der IGS Flötenteich sowie der Stadt Oldenburg geben ihnen Recht. Doch für eine Realisierung des persönlichen Austauschs mit den Partnerschulen in Kobanê bedarf es offensichtlich noch breiterer Unterstützung der Öffentlichkeit. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich an die Schulen wenden.

Projektverantwortliche „Schule ohne Rassismus“:

OBS Eversten mailto:birgit.zwikirsch@obs-eversten.de

Helene-Lange-Schule mailto:s.gadeberg@hls.de

Weiter Informationen finden Sie unter:

NWZonline: Schüler erlaufen 25 000 € für Kobanê

oeins: angekommen? (Sendung vom 4.10.2017)

oeins: Lokalfenster (Sendung vom 8.9.2017, Ausschnitt von Minute 08.23-12.05)

 

3. Spendenlauf trotz Absage des Besuchs aus Kobanê ein großer Erfolg

3. Spendenlauf trotz Absage des Besuchs aus Kobanê ein großer Erfolg

Für die große Beteiligung und Unterstützung, den tollen Einsatz beim Lauf und die Mitarbeit in der Vorbereitung und Durchführung allen beteiligten Schüler*innen, Lehrer*innen, der Schulleitung, den Eltern, Sponsoren und allen weiteren Unterstützer*innen ein großes Dankeschön.

Der 3. Spendenlauf der Oberschule Eversten und der Helene – Lange-Schule am 5. September 2017 für den Wiederaufbau von Schulen in Nordsyrien/Rojava war wieder ein großer Erfolg. In diesem Jahr freut uns besonders, dass wir 180 Schüler*innen der IGS Flötenteich begrüßen durften, sodass insgesamt fast 1600 Schüler*innen starteten.

In diesem Jahr mit am Start: Bürgermeisterin Frau Christine Wolff (2. von rechts)

Die Bereitschaft der Schüler*innen, durch den Lauf einen großen Beitrag für den Wiederaufbau von Schulen in Kobanê zu leisten, war groß und alle gingen mit Begeisterung an den Start. In diesem Jahr wurde der Lauf zusätzlich durch einen Kuchenverkauf, ein Begleitprogramm des Musikbereichs der Helene-Lange-Schule sowie eine Musikklasse der IGS Flötenteich unterstützt. Auch die Stadt Oldenburg wurde durch einen Redebeitrag unserer Bürgermeisterin Frau Wolff vertreten.

Leider war der Tag durch eine traurige Nachricht getrübt: Eine Gruppe von Lehrkräften aus Kobanê konnte nicht nach Deutschland einreisen und dadurch nicht wie geplant am Spendenlauf teilnehmen, sodass kein Austausch zwischen unseren Schüler*innen und den Lehrkräften aus Kobanê stattfinden konnte.

Die Lehrkräfte aus Nordsyrien warteten über zwei Wochen in Beirut auf ihre Visa und erhielten trotz der Vorlage aller erforderlichen Unterlagen, trotz der Einladung und umfangreicher Bemühungen von Herrn Meiwald (MdB für OL) und trotz einer Projektförderung durch das Niedersächsische Kultusministerium von der zuständigen Deutschen Botschaft keine Einreiseerlaubnis. Die Gründe für die Ablehnung der Visaanträge sind für uns nicht nachvollziehbar.

Die Schüler*innen und Lehrkräfte unserer Schulen waren fassungslos und traurig, insbesondere die Gruppen „Schule ohne Rassismus“, die das Partnerschaftsprojekt vor fast drei Jahren initiiert und seitdem immer breitere Unterstützung innerhalb und außerhalb der Schulen erfahren haben. Natürlich werden wir das Projekt trotz allem fortsetzen und geben unsere Bemühungen nicht auf, in naher Zukunft eine persönliche Begegnung mit den Vertreter*innen aus Kobanê zu erreichen.

Die in diesem Jahr gesammelten Spenden, auch wenn die Spendengelder noch eingeholt und ausgezählt werden müssen, werden uns diesem Ziel hoffentlich einen Schritt näher bringen!

Einen Filmbeitrag vom Lokalsender Oeins finden Sie hier:

http://www.oeins.de/mediathek/rubriken/

(Lokalfenster vom 8.9.2017, Ausschnitt von 08:23-12:05 Minuten)

 

Klasse 7a beim Enter-Projekt des Oldenburgischen Staatstheaters

Klasse 7a beim Enter-Projekt des Oldenburgischen Staatstheaters

Die Klasse 7a hat in diesem Jahr am Enter-Projekt des Oldenburgischen Staatstheaters teilgenommen und durfte das Stück „Cyrano“ in der Exerzierhalle sehen. Alle Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen Frau Fuchs und Frau Zilcher waren von den fabelhaften Schauspielern und ihren überzeugenden Leistungen begeistert. Das Thema fesselte 1,5 Stunden ohne Pause. Schließlich ging es um Liebe, Angst und Perfektionsstreben.
Die Schülerinnen und Schüler sind bereits seit der 5. Klasse sehr theatererfahren und empfehlen „Cyrano“ ab der 7. Klasse.

Keine Delegation aus Kobanê beim Spendenlauf

Keine Delegation aus Kobanê beim Spendenlauf

Im letzten Jahr haben die Helene-Lange-Schule und die Oberschule Eversten im Rahmen ihres Projekts „Jîyana Nû-Neues Leben – Solidarität macht Schule“  zum Wiederaufbau von Schulen in Kobanê/Nordsyrien Schulpartnerschaften mit zwei Schulen in Kobanê  vereinbart. Erstmals sollte nun eine Gruppe von Lehrkräften die Partnerschulen in Oldenburg besuchen, um zukünftige Themen und Formen des Austausches zwischen Schüler_innen und Lehrkräften beider Orte zu planen.

Im Rahmen eines umfangreichen Besuchsprogramms waren Begrüßungen im Bundestag, im Oldenburger Rathaus und an den beiden Schulen vorbereitet, Hospitationstage und Planungstreffen an den Schulen sowie ein gemeinsamer Spendenlauf waren organisiert. Die Gäste waren zu mehreren öffentlichen Diskussions- und Informationsveranstaltungen auch in andere Städte eingeladen, in denen die Kolleg_innen über die Bemühungen zum Wiederaufbau der Schulen sowie zur Umgestaltung und Neugestaltung des Bildungswesens in Nordsyrien/Rojava berichten sollten.

Fast alle Veranstaltungen des Programms mussten nun abgesagt werden. Die Lehrkräfte aus Nordsyrien, die länger als zwei Wochen in Beirut auf ihre Visa gewartet haben, haben trotz der Vorlage aller erforderlichen Unterlagen, trotz der Einladung und umfangreicher Bemühungen von Herrn Meiwald (MdB für OL) und trotz einer Projektförderung durch das Niedersächsische Kultusministerium von der zuständigen Deutschen Botschaft keine Einreiseerlaubnis erhalten und sind nun wieder nach Kobanê zurückgereist. Die Gründe für die Ablehnung der Visaanträge sind für uns nicht nachvollziehbar.

Die Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte unserer Schulen sind fassungslos und traurig, insbesondere die Gruppen „Schule ohne Rassismus“, die das Partnerschaftsprojekt vor fast drei Jahren initiiert und seitdem immer breitere Unterstützung innerhalb und außerhalb der Schulen erfahren haben. Natürlich werden wir das Projekt trotz allem fortsetzen und geben unsere Bemühungen nicht auf, in naher Zukunft eine persönliche Begegnung mit den Vertreter_innen aus Kobanê zu erreichen. Für die bisherige Unterstützung im Zusammenhang mit der Einladung der Lehrkräfte bedanken wir uns sehr und wir freuen uns darüber, dass in diesem Jahr auch unser Spendenlauf noch größer geworden ist: der 3. Spendenlauf für den Wiederaufbau der Schulen in Kobanê am 5.9.2017 im Eversten Holz wird diesmal von der Bürgermeisterin Frau Wolf als Vertreterin der Stadt Oldenburg und den beiden Schulleitungen der OBS Eversten und der IGS Helene-Lange-Schule gemeinsam eröffnet. Mit dem 7. Jahrgang der IGS Flötenteich heißen wir auch 180 zusätzliche Läufer_innen (insgesamt dann ca. 1600) mit ihren Lehrkräften und Sponsoren herzlich willkommen!

Wir laden alle Interessierten und weitere Unterstützer_innen herzlich ein, am 5.9. ins Eversten Holz zu kommen! Nach den Läufen der Jahrgänge 5-7 findet um 10.00 Uhr auf der Wiese die offizielle Eröffnung statt. Von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr informieren Schüler_innen und Lehrkräfte der „Schule ohne Rassismus“- Gruppen am Marktplatz Eversten (Hauptstraße, Ecke Wienstraße) über das Projekt.